Kategorie: Reiseinformationen

Politische Situation in Nordafrika für 2016 / 17

Politische Situation in Nord Afrika für Individual- u. Offroadreisende für 2016 - aktualisiert

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Sicherheitseinschätzung  & Gefahrenkarten

Algerien
Mauretainien
Mali
Libyen
Marokko
Tunesien

Gefahrenkarten

Algerien

Englische Einschätzung

FCO 363 - Algeria Travel Advice  WEB

Generell ist unserer Einschätzung nach von 4x4- u. Individualreisen nach Algerien generell abzuraten!

Geführte Touren und von lokalen Anbietern gebuchte Veranstaltungen sind mit besonderer Vorsicht zu bewerten und sollten nicht in die "roten" Gebiete führen.

Generell ist die Lage nicht einschätzbar, da sich die Gefahrensituation ständig ändert. Hohe politische Instabilität im Land, unkontrollierte Kriminalität, sowie starke rivalitäten schwer bewaffneter Gruppen bedeuten hohe Gefahr für jeglichen zivilen Verkehr im Land.

Mauretanien

Englische Einschätzung

141016 Mauritania jpeg

Mali

Englische Einschätzung

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 Libyen

Englische Einschätzung

 

FCO 306 - Libya Travel Advice Ed3  WEB

Absolute Reisewarnung - keinerlei Reisen zu empfehlen!

Im Land herrscht praktisch Bürgerkrieg.

Marokko

Kleinkriminalität In Tourismusgebieten - ein echtes Problem !

Speziell in Marokko (gilt auch für Tunesien, aber auch vermehrt in Mauretanien und Senegal)

Leider sind Autoeinbrüche, Taschendibstahl und Trickbetrug ein Alltagsproblem, vor allem in größeren Städten, an den Grenzen, außerhalb der Zollbereiche und auf Parkplätzen (auch wenn diese "bewacht" sind).

Da der "arabische Frühling" der Bevölkerung viel Freiheit gebracht hat, so ist die Angst vor hohen Strafen und die Bemühung Straftaten aufzuklären doch deutlich gesunken. Das hat einen starken Anstieg an Übergriffe an Ausländer zur Folge. 

Kreditkartenbetrug an Tankstellen und in Restaurants, stark überteuerte Preise bei Barzahlung und angebliche "Gebühren" können vor allem dort passieren, wo sich vermehrt Touristen und ausländische Reisende aufhalten.  Es empfiehlt sich daher entweder wieder auf Barzahlung zurück zu greifen und vor einer Bestellung die Speisekarte zu verlangen, oder den Preis aushandeln. Speziell beim Abstellen von Fahrzeugen auf Plätzen und in belebten Straßen ist es üblich eine geringe Parkgebühr zu bezahlen. Hier sollte man darauf achten, ob und was Einheimische zahlen um nicht übervorteilt zu werden. Von Geschädigten haben wir gehört, dass "falsche" oder "unberechtigte" Gebühren bis zum 20fachen verlangt wurden.

Aber Achtung, selbst bei bewachten Parkplätzen, kann es zu Einbrüchen kommen. Daher ist anzuraten, keine mobilen Wertgegenstände im Auto zu lassen und diese auch nicht im Auto zu "verstecken". Speziell gilt das für GPS-Geräte, Handies, Funkgeräte, Laptops, Taschen und Rucksäcke, ... 

Behörden & Offizielle

Polizei, Garde Nationale, ofizielle Behördenstellen und Grenzformalitäten werden von den Beamten sehr bemüht und freundlich, ohne unnötige Bürokratie und mit echter Hilfsbereitschaft für Touristen abgehandelt. Für "Einheimische" gilt das freilich nicht. Daher, haben wir speziell in Marokko bemerkt, dass gewisse Spannungen bei Grenzformalitäten auftreten können, wenn Ausländer in der Warteschlange von den Behörden bevorzugt werden.

Wir empfehlen in solchen Fällen, sich nicht vorreihen zu lassen und sich der gleichen Prozedur zu unterziehen, wie alle Anderen in der Warteschlange.

Terrorismus & Entführungsgefahr

Auf Grund der militärischen Aktivitäten in Maly sind viele Banditengruppen in ganz Nordafrika verstreut auf der Flucht und sehr nervös. Militärische Aktionen werden nicht nur in Maly sondern auch in Libyen, Tunesien, Algerien, Marokko (Westsahara) Mauretanien und Niger nach wievor regelmäßig durchgeführt.

Versprengte Gruppen von Banditen überschreiten Landesgrenzen und die jeweiligen Länder können ncht alle Grenzbereiche lückemnlos überwachen. Daher sind die Behörden gerade in Tunesien und Marokko, wo der Tourismus sehr wichtig ist sehr nervös.

Kein Sicherheitsrisiko im Zentralland.

Gefährdete Gebiete werden vom marokanischen Militär abgeriegelt und Ausländer werden umgeleitet. Bei gplanten Aktionen, oder wenn dem Geheimdienst Aktivitäten bekannt werden, vor allem nahe der Algerischen Grenze, wird die ohnehin aktive Geheimpolizei verstärkt tätig. In diesen Gebieten arbeitet das Militä auch stark mit Luftüberwachung.

Derzeit würden wir für Abenteuerreisende einen Sicherheitskorredor von 40 - 60km von der Algerischen Grenze im Osten und entlang des Qued Draa empfehlen. Von Reisen in die Westsahara (vor allem östlich der Küstenstraße) ist derzeit nichts bekannt.

TUNESIEN:

Derzeit kein erhöhtes Sicherheitsrisiko bekannt (siehe Bericht ...)